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Heinz von Foerster

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois.

Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Wortschöpfungen von ihm sind: Lethologie, „Neugierologie“, „KybernEthik“ etc. Er prägte auch den Begriff ethischer Imperativ.

Von Foerster gilt zudem als der Begründer einer Kybernetik zweiter Ordnung, die den Beobachter einer Beobachtung betrifft und somit eine objektive Realität eliminiert. Stattdessen beschreiben Beobachtungen den „Eigenwert“ eines kognitiven Systems, der das Ergebnis von Rekursionsprozessen darstellt.

Da der Vater, Emil Foerster, mit Beginn des ersten Weltkrieges eingezogen wurde und in langjährige Kriegsgefangenschaft geriet, wurde von Foerster hauptsächlich von seiner Mutter Lilith und ihrem Freundeskreis aus Künstlern und Philosophen aufgezogen. Eine enge Beziehung entstand auch zu seinem Onkel Erwin Lang, Ehemann der Tänzerin Grete Wiesenthal, und ihrem Sohn Martin, mit dem er seinem Hobby, der Zauberei, nachging.

Das Spiel mit den Erwartungen des Publikums und seiner Wahrnehmung faszinierte ihn schon damals.

Heinz von Foerster studierte Physik an der technischen Universität Wien und an der Universität Breslau wo er 1944 promovierte. Durch seinen Nennonkel Ludwig Wittgenstein stark geprägt, hatte er bereits im Studium Kontakte zu Philosophen des Wiener Kreises.

Nach dem Studium arbeitete von Foerster für die Firma Leybold in Köln. An dieser Tätigkeit fehlte ihm jedoch das Forschen und so zog er 1938 zusammen mit seiner Frau Mai nach Berlin um für Siemens zu arbeiten. 1939 erhielt er eine Stellung bei der GEMA, die ihn aufgrund ihrer Kriegswichtigkeit vor dem Militärdienst bewahrte.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kehrte er nach Österreich zurück. Nach einem sehr kurzem Gastspiel in der Politik - die US-Besatzung setzte ihn kurzfristig als Bürgermeister einer Gemeinde ein - arbeitete von Foerster für die Firma Schrack-Ericsson und nebenbei beim US-Radiosender Rot-Weiß-Rot, wo er später Leiter der Wissenschaftsredaktion wurde.

Sein 1948 veröffentlichtes Buch "Das Gedächtnis" gelangte in die Hände des amerikanischen Biophysikers Warren McCulloch, den von Foersters Ideen sehr interessierten.

Durch McCullochs Förderung gelangte von Foerster bereits 1949 an eine Stelle am Electron Tube Lab an der Universität von Illinois,wo er dann von 1962 bis 1975 als Professor für Fernmeldetechnik lehrte.

Von 1962 bis 1975 war er außerdem Professor für Biophysik und 1958-75 Direktor des Biological Computer Laboratory. Zudem war er von 1956-57 und 1963-64 ein Guggenheim-Fellow. Von 1963 bis 1965 war er Präsident der Wenner-Gren-Foundation für anthropologische Forschung.

Er stand in engem Kontakt mit John von Neumann, Norbert Wiener, Humberto Maturana, Francisco Varela, Gordon Pask, Gregory Bateson, Lawrence J. Fogel, Margaret Mead und Ivan Illich.

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