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Selbstorganisation

Innerhalb der Systemtheorie versteht man unter Selbstorganisation eine Form der Systementwicklung, wobei die formgebenden, gestaltenden und beschränkenden Einflüsse von den Elementen des sich organisierenden Systems selbst ausgehen. Ein System verwaltet sich also autonom.

Selbstorganisierte Systeme haben i. d. R. fünf Eigenschaften:

Komplexität: Sie sind komplex, wenn ihre Teile durch wechselseitige, sich permanent ändernde Beziehungen miteinander vernetzt sind. Die Teile selbst können sich ebenfalls jederzeit verändern. Komplexität erschwert es, das Verhalten von Systemen vollständig zu beschreiben oder vorherzusehen.

Selbstreferenz: Selbstorganisierende Systeme sind selbstreferentiell und weisen eine operationale Geschlossenheit auf. Das heißt, „jedes Verhalten des Systems wirkt auf sich selbst zurück und wird zum Ausgangspunkt für weiteres Verhalten“. Operational geschlossene Systeme handeln nicht aufgrund externer Umwelteinflüsse, sondern eigenständig und eigenverantwortlich aus sich selbst heraus. Selbstreferenz stellt aber keinen Widerspruch gegenüber der Offenheit von Systemen dar.

Rekursivität / Selbstähnlichkeit: Hierbei handelt es sich um die Eigenschaft von Gegenständen, Körpern, Mengen oder geometrischen Objekten, in größeren oder kleineren Maßstäben, d. h. z.B. bei Vergrößerung dieselben oder ähnliche Strukturen aufzuweisen wie im Anfangszustand.

Diese Eigenschaft ist unter anderem in der fraktalen Geometrie bekannt, da fraktale Objekte eine hohe bzw. perfekte Selbstähnlichkeit aufweisen. In einem Unternehmen würde dass bedeuten, dass normatives, strategisches und operatives Management nicht voneinander als getrennt betrachtet werden können, sondern auf allen Ebenen (bewusst) präsent sind. Die Struktur im Großen wiederholt sich demnach auf allen Ebenen, bis hin zum kleinsten Element.

Redundanz: In selbstorganisierenden Systemen erfolgt keine prinzipielle Trennung zwischen organisierenden, gestaltenden oder lenkenden Teilen. Alle Teile des Systems stellen potentielle Gestalter dar.

Autonomie: Selbstorganisierende Systeme sind autonom, wenn die Beziehungen und Interaktionen, die das System als Einheit definieren, nur durch das System selbst bestimmt werden. Autonomie bezieht sich nur auf bestimmte Kriterien, da eine materielle und energetische Austauschbeziehung mit der Umwelt weiterhin besteht.

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